Flüge und Hotels – Meine Tipps zum Buchen auf Kreta

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf unserer Kreta-Reise im Spätherbst 2019 und wurde überarbeitet. Die genannten Preise, Flugverbindungen und Unterkünfte stammen aus dieser Reisezeit und sind heute persönliche Erfahrungswerte, keine aktuellen Angebote.

Hallo Ihr Lieben,

manchmal nimmt man sich etwas ganz fest vor. Zum Beispiel: „Dieses Jahr reicht es jetzt aber wirklich mit Kreta.“

Und dann sitzt man ein paar Wochen später trotzdem wieder vor dem Laptop, schaut Flüge nach Heraklion an und denkt: Ach komm, einmal geht noch.

Genau so war es bei uns im Spätherbst 2019. Entgegen meiner sehr vernünftigen Vorsätze wollten wir Ende Oktober noch einmal nach Kreta. Und zum Glück musste ich meinen Mann nicht allzu lange überzeugen. Kreta, Wandern, Meer, gutes Essen. Es gibt schwierigere Verhandlungen im Leben.

Diesmal wollten wir unseren Kreta Urlaub aber anders angehen: weniger nur Strand, mehr Bewegung. Bei unserem letzten Aufenthalt war es uns für längere Wanderungen oft einfach zu heiß. Ende Oktober und Anfang November war das deutlich angenehmer. Und ja, wir hofften natürlich auch, dass wir noch schwimmen können. In den Jahren davor hatte das im Oktober und November auf Kreta wunderbar geklappt.

Fischerboot an der Hakuna Matata Bar in Matala auf Kreta
Fischerboot direkt an der Hakuna Matata Bar in Matala

Kreta im Spätherbst: Warum Ende Oktober eine gute Idee sein kann

Kreta Ende Oktober ist nicht mehr der klassische Sommerurlaub mit Garantie auf Hochbetrieb, volle Strände und jeden Abend Trubel. Genau das macht die Zeit für uns aber so reizvoll.

Die Insel wird ruhiger. Die Temperaturen sind angenehmer. Man kann wieder wandern, durch Orte bummeln, Ausflüge machen und muss nicht nach zehn Minuten Schatten suchen wie ein welker Salat.

Natürlich muss man ehrlich sein: In der Nachsaison kann das Wetter kippen. Es kann windig sein. Es kann regnen. Manche Tavernen und Hotels schließen langsam. Aber wenn man flexibel bleibt, ist Kreta im Spätherbst einfach wunderschön.

Flüge nach Kreta in der Nachsaison buchen

Wir wollten diese Reise individuell buchen und keinen Pauschalurlaub machen. Das machen wir auf Kreta besonders gern, weil wir meist ziemlich genau wissen, wo wir hinmöchten.

Unser Lieblingsort ist Agia Galini im Süden der Insel. Dort buchen wir gerne ein Apartment oberhalb der Taverne Stochos, direkt am Strand. Für uns ist das einer dieser Orte, bei denen man ankommt und sofort denkt: Ja, genau hier wollte ich wieder hin.

Da wir im Nordwesten Deutschlands wohnen, ist Bremen für uns normalerweise der bevorzugte Flughafen. Damals fanden wir zunächst sehr günstige Flüge von Bremen nach Heraklion. Das klang fast zu gut, um wahr zu sein.

War es am Ende auch ein bisschen.

Kurz vor der Reise wurden diese Flüge gestrichen. Also mussten wir umplanen und flogen schließlich mit Condor ab Hannover. Das ist genau der Punkt, den man bei Reisen in der Nachsaison wissen sollte: Flugpläne können dünner sein, Verbindungen ändern sich leichter und man braucht etwas mehr Gelassenheit.

Kreta individuell oder pauschal buchen?

Wir haben diese Reise individuell geplant. Wenn Du aber erst einmal grob Preise vergleichen möchtest, ist ein Pauschalreise-Vergleich trotzdem praktisch. So bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, was Flug und Unterkunft zusammen kosten würden.

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Unser Rückflug mit 22 Stunden Zwischenlandung in Athen

Der Rückflug wurde dann sogar noch ein kleines Extra-Abenteuer. Wir flogen von Heraklion zurück nach Deutschland und hatten einen langen Zwischenstopp in Athen. Rund 22 Stunden Zeit in Griechenlands Hauptstadt.

Für viele klingt das vielleicht erst einmal umständlich. Für mich war es eine Einladung. Ich kannte die Akropolis damals nur von Fotos und dachte: Wenn wir schon einmal so lange in Athen sind, dann nutzen wir das auch.

Also buchten wir ein Hotel mitten in der Plaka. Unser Koffer war in Heraklion bereits bis zum Zielort durchgecheckt, wir hatten nur Handgepäck dabei und konnten Athen dadurch viel entspannter erleben.

Ganz perfekt lief es wettertechnisch nicht. Auf Kreta war es vorher noch sommerlich warm, in Athen bekamen wir dann Schwüle, Gewitter und Regen. Also wurde aus dem großen Akropolis-Plan eher ein Spaziergang durch die Plaka, Syntagma-Platz, Kaffeestopps, Abendstimmung und eine Dachterrasse mit Blick auf die beleuchtete Akropolis.

Und ehrlich: Auch das war großartig.

Den ausführlichen Bericht über unseren Stopover findest Du hier:

Unsere 22 Stunden Zwischenlandung in Athen lesen

Unsere Route: Heraklion, Matala, Agia Galini und Athen

Wir kamen gegen 18 Uhr in Heraklion an. Theoretisch hätten wir noch direkt in den Süden fahren können. Praktisch fanden wir die Idee viel besser, erst einmal entspannt in Heraklion zu übernachten.

Gerade in der Nachsaison finde ich das angenehm. Kein Hetzen im Dunkeln, kein spätes Ankommen in einem kleinen Ort, keine Suche nach der Unterkunft mit müden Augen. Erst einmal landen, Mietwagen übernehmen, etwas essen, schlafen. Am nächsten Tag sieht die Welt meist schon viel freundlicher aus.

Unseren Mietwagen hatten wir wieder vorab über CHECK24 gebucht. Für Kreta ist ein Mietwagen für uns fast immer die beste Lösung, weil wir gerne flexibel unterwegs sind und nicht nur am Hotel bleiben möchten.

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Eine Nacht in Heraklion

Für die erste Nacht buchten wir wieder das Hotel Rea in Heraklion. Das kannten wir bereits von einem früheren Aufenthalt. Es liegt zentral, ist unkompliziert und für eine Nacht nach der Anreise völlig ausreichend.

Ich mag Heraklion übrigens mehr, als viele andere Reisende es tun. Die Stadt ist laut, manchmal chaotisch und sicher keine glattgebügelte Postkarten-Schönheit. Aber genau deshalb finde ich sie spannend. Besonders außerhalb der Hauptsaison, wenn weniger Touristengruppen unterwegs sind, wirkt Heraklion viel echter.

Man kann durch die Innenstadt laufen, am Hafen entlanggehen, einen Kaffee trinken, kleine Geschäfte entdecken und abends gemütlich essen gehen. Für den Start in einen individuellen Kreta Urlaub ist das gar nicht schlecht.

Mein Restaurant-Tipp in Heraklion: Siga Siga

Zum Essen wollten wir wieder in das kleine Kafenion Siga Siga. Der Name bedeutet übersetzt „langsam, langsam“ und passt wunderbar zu Griechenland. Zumindest zu dem Griechenland, das ich so liebe.

Das Lokal ist klein, schlicht und sehr angenehm unaufgeregt. Besonders witzig fanden wir, dass man seine Bestellung selbst auf einem Block notiert. Da behält man gleich den Überblick, was man bestellt und wie viel man ungefähr ausgibt.

Die Speisekarte ist überschaubar, aber genau das gefällt mir. Lieber wenige Gerichte, die frisch und gut gemacht sind, als eine Karte mit 87 Positionen, bei der man schon beim Lesen müde wird.

Bei unserem Besuch war das Essen frisch, einfach und richtig lecker. Viele Einheimische saßen dort ebenfalls, was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Wir freuten uns jedenfalls schon vorher darauf, wieder dort zu essen.

Taverne Siga Siga in Heraklion auf Kreta
Die Taverne Siga Siga in Heraklion

Weiter nach Matala

Für die nächste Nacht entschieden wir uns noch einmal für Matala. Auch dort buchten wir ein Hotel, das wir schon kannten: das Matala Bay Hotel & Apartments.

Matala ist so ein Ort, den man mögen muss. Ein bisschen Hippie-Geschichte, ein bisschen Strandort, ein bisschen Musik aus jeder Ecke. In der Hauptsaison kann es dort sehr voll sein. In der Nachsaison ist es deutlich entspannter.

Wir wollten wieder zur Hakuna Matata Bar am Strand und hofften natürlich, auch noch einmal am Red Beach baden zu können. Ob das Ende Oktober klappt, hängt immer vom Wetter, Wind und persönlicher Badelaune ab. Aber allein die Möglichkeit macht schon gute Stimmung.

Hakuna Matata Bar in Matala auf Kreta
Hakuna Matata Bar in Matala

Eine Woche Agia Galini

Nach Heraklion und Matala ging es für eine Woche nach Agia Galini. Für uns ist Agia Galini einer dieser Orte, die nicht laut schreien müssen, um schön zu sein.

Der kleine Ort liegt am Hang, der Hafen ist hübsch, der Strand ist nah, und man ist schnell in der Umgebung unterwegs. Für Ausflüge in den Süden Kretas ist Agia Galini für uns ein idealer Ausgangspunkt.

Ende Oktober ist dort natürlich nicht mehr alles so lebendig wie im Sommer. Aber genau das mögen wir. Man trifft weniger Menschen, kommt schneller ins Gespräch und hat mehr Ruhe. Für Wanderungen, kleine Fahrten und entspannte Tage am Meer ist das eine gute Mischung.

Kleiner Reisehelfer für Kreta

Gerade wenn Du auf Kreta mehr sehen möchtest als Strand und Hotel, lohnt sich ein guter Reiseführer. Für individuelle Ausflüge, kleine Orte und spontane Ideen ist so ein Buch unterwegs Gold wert.

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Individuell reisen in der Nachsaison: Was man beachten sollte

Ein Kreta Urlaub in der Nachsaison ist gut machbar, aber man sollte ein paar Dinge vorher wissen.

  • Flüge können sich ändern: Gerade ab kleineren Flughäfen ist der Flugplan nicht immer stabil.
  • Nicht jede Unterkunft ist geöffnet: Viele Hotels und Apartments schließen im Laufe des Herbstes.
  • Restaurants können Pause machen: In kleinen Orten ist nicht mehr alles geöffnet.
  • Das Wetter ist nicht garantiert: Sonne ist gut möglich, aber Regen und Wind gehören im Herbst dazu.
  • Ein Mietwagen lohnt sich: Besonders, wenn man flexibel bleiben und spontan auf Wetter und Stimmung reagieren möchte.

Für uns überwiegen trotzdem die Vorteile. Weniger Hitze, weniger Trubel, bessere Bedingungen für Wanderungen und diese besondere Ruhe, die Kreta im Herbst haben kann.

Passt Kreta im Spätherbst zu jedem?

Nicht unbedingt. Wer jeden Tag Badewetter, volle Auswahl an geöffneten Tavernen und Sommerstimmung bis Mitternacht erwartet, ist im Juli, August oder September vielleicht besser aufgehoben.

Wer aber gern individueller reist, kleine Abstriche nicht schlimm findet und Kreta auch abseits der klassischen Saison erleben möchte, kann Ende Oktober eine wunderbare Zeit haben.

Für uns war genau diese Mischung reizvoll: erst Heraklion, dann Matala, danach Agia Galini und zum Schluss noch Athen als kleines Extra auf dem Rückweg. Nicht perfekt durchorganisiert, aber genau deshalb schön.

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Praktisch für individuelle Reisen

Wenn Du mehrere Orte kombinierst, hilft gutes Packen wirklich. Gerade bei Flug, Mietwagen, Hotelwechsel und Zwischenstopp will man nicht jedes Mal den halben Koffer auseinandernehmen.

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Fazit: Kreta in der Nachsaison individuell buchen? Ja, aber flexibel bleiben

Kreta im Spätherbst individuell zu buchen ist absolut machbar. Man braucht nur etwas mehr Flexibilität als im Sommer.

Flüge prüfen, Mietwagen rechtzeitig buchen, Unterkünfte nicht zu knapp planen und beim Wetter nicht beleidigt sein, wenn Kreta zwischendurch zeigt, dass auch griechische Inseln Wolken kennen.

Für uns war die Reise genau richtig: Heraklion zum Ankommen, Matala für Strandgefühl, Agia Galini als Herzensort und Athen als kleiner Bonus auf dem Rückweg.

Und genau das liebe ich am individuellen Reisen: Man baut sich die Reise so, wie sie zum eigenen Leben passt.

Viel Freude bei Deiner nächsten Reise,
Deine Franzi

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