Hallo Ihr Lieben,
Camping in Griechenland stand bei uns lange auf der Wunschliste, bis wir irgendwann das Wohnmobil bepackt und uns tatsächlich auf den Weg gemacht haben. Genau diese Mischung aus Meer, Bergen und Gelassenheit mag ich bis heute. Nur ist die Rechtslage seit 2025 ein Dauerthema, und im Juli 2026 hat sich noch einmal etwas Wichtiges geändert. Deshalb hier der aktuelle Stand: was verboten bleibt, was inzwischen ausdrücklich erlaubt ist, welche Regeln auf der Straße und auf der Fähre gelten und wie wir die Reise planen würden.
Vorweg, weil im Netz gerade viel Unsinn kursiert: Wildcampen ist in Griechenland nicht wieder erlaubt. Was erlaubt ist, ist das Übernachten in einem legal geparkten Wohnmobil. Das klingt nach Wortklauberei, ist aber genau der Unterschied, an dem eine Kontrolle entschieden wird.
Camping in Griechenland: die Rechtslage nach den Anordnungen von 2026
Fangen wir mit dem Thema an, das die meisten Fragen aufwirft. Wildes Campen war in Griechenland immer verboten, wurde aber jahrelang geduldet. Seit dem 20. Januar 2025 gilt das Gesetz 5170/2025, und seitdem wird deutlich strenger kontrolliert.
Was verboten bleibt
Untersagt ist das Campen außerhalb von lizenzierten Campingplätzen oder ausgewiesenen Stellflächen, besonders an diesen Orten:
- an archäologischen Stätten
- in der Küsten- und Uferzone und an Stränden
- in Wäldern und an Waldrändern
- auf öffentlichen Gemeinschaftsflächen
Das Bußgeld liegt bei 300 Euro pro Person beziehungsweise pro Camping- oder Transportmittel, zusätzlich sieht die Vorschrift strafrechtliche Sanktionen von bis zu drei Monaten vor. Die oft weitergereichte Zahl von automatisch 3.000 Euro würde ich für 2026 nicht mehr verwenden, die trifft es nicht.

Was seit Juli 2026 endlich klar ist
Und jetzt der Teil, bei dem Ihr aufatmen dürft. Nach der neuen Straßenverkehrsordnung (Gesetz 5209/2025) hat das griechische Polizeipräsidium gleich mehrfach nachgeschärft: mit der Klarstellung 1246/26/351380 vom 15. Februar 2026, einer weiteren im März und schließlich mit der Anordnung 1246/26/1545438 vom 8. Juli 2026. Die letzte ist die wichtigste, denn sie beantwortet genau die Frage, um die es unterwegs immer geht. Kurz zusammengefasst:
- Die Straßenverkehrsordnung hat Vorrang. Die Campingregeln werden nicht mehr isoliert angewendet.
- Aufenthalt und Übernachtung in einem legal geparkten Wohnmobil sind zulässig, tagsüber wie nachts. Für den Aufenthalt im Fahrzeug selbst gilt keine zeitliche Begrenzung, genauso wie bei jedem anderen Pkw.
- Die Fahrzeugkategorie allein reicht nicht aus, um Wildcampen festzustellen. Ein Wohnmobil ist kein Verstoß, nur weil es ein Wohnmobil ist.
- Für den Vorwurf braucht es sichtbare Handlungen außerhalb des Fahrzeugs, die auf eine Installation schließen lassen.
- Jeder Fall muss einzeln geprüft und schriftlich begründet werden.
Für die Standzeit gilt: Innerorts dürfen Wohnmobile bis 7,50 Meter Gesamtlänge dort parken, wo auch normales Parken erlaubt ist, ohne besondere 24-Stunden-Grenze. Für motorisierte Wohnmobile über 7,50 Meter und für Wohnwagen gilt die 24-Stunden-Beschränkung. Außerorts wird auf dafür vorgesehenen Flächen geparkt, und wenn es die nicht gibt, auf dem Seitenstreifen möglichst weit rechts und parallel zur Fahrbahn.
Wichtig dabei: Keine besondere 24-Stunden-Grenze heißt nicht, dass Ihr ein Schild mit zwei Stunden Höchstparkdauer ignorieren dürft. Örtliche Beschränkungen und Beschilderungen gelten selbstverständlich weiter.
Parken oder Campen: daran hängt alles
Der entscheidende Unterschied ist nicht, ob Ihr im Fahrzeug schlaft, sondern ob Ihr draußen etwas aufbaut. Die Polizei nennt als Merkmale einer Installation unter anderem:
- Markise ausfahren
- Tisch und Stühle herausstellen
- Grill aufstellen
- Gegenstände rund um das Fahrzeug verteilen
- Wasser- oder Stromanschluss herstellen
- Stützen oder Aufbauten verwenden, die über normales Parken hinausgehen
Was im Fahrzeug passiert, zählt dagegen nicht als Campingmerkmal. Kochen, die eigene Toilette oder die Dusche im Wohnmobil benutzen ist nach der Anordnung kein Außenmerkmal.
Kurzer Aha-Moment: In Foren liest man, in Griechenland dürfe man beim Freistehen nicht einmal ein Fenster oder eine Dachluke öffnen. In der aktuellen Anordnung steht das so nicht. Aufgezählt werden Markisen, Möbel, Grills, Stützen, Anschlüsse und verteilte Gegenstände. Eine weit ausgefahrene Markise ist eindeutig, eine gekippte Dachluke ist es nicht.
Mein ehrlicher Tipp: Behandelt Euer Wohnmobil im Zweifel wie ein Auto. Ankommen, parken, Türen zu, drinnen essen und schlafen, am nächsten Morgen weiterfahren. Damit bewegt Ihr Euch ziemlich genau in dem Rahmen, den die Polizei im Juli beschrieben hat. Und rechnet trotzdem damit, dass nicht jede Dienststelle sofort gleich handelt.
Diese zwei Papiere gehören ins Handschuhfach:
Die griechische Wohnmobilvereinigung ELAT empfiehlt ausdrücklich, die beiden Polizeianordnungen auszudrucken und immer im Fahrzeug mitzuführen. Sie sind auf Griechisch, aber Aktenzeichen und Datum wirken bei einer Kontrolle Wunder.
Beide Anordnungen bei der ELAT ansehen →
Zusammenfassung beim ADAC lesen →
Und was ist mit dem Strand?
Hier lohnt sich das genaue Hinsehen, weil beides stimmt und trotzdem etwas völlig anderes bedeutet.
Nicht erlaubt: mit dem Wohnmobil auf den Sand, auf eine Düne oder in die natürliche Küstenzone fahren und dort stehen bleiben. Das fällt klar unter das Gesetz 5170/2025.
Möglich: auf einem offiziellen Parkplatz in Strandnähe legal parken und im Fahrzeug schlafen, sofern dort keine Beschilderung, Naturschutzregel oder örtliche Vorschrift dagegen spricht.
Zwischen diesen beiden Varianten liegen manchmal nur hundert Meter, aber rechtlich liegen Welten dazwischen. Direkt am Strand freistehen würde ich deshalb weiterhin nicht empfehlen.
Privatgrundstücke
Nach Artikel 27 des Gesetzes 5170/2025 ist die Aufnahme von mehr als einem Wohnmobil oder Wohnwagen durch Privatpersonen untersagt. Ein einzelnes Fahrzeug mit Zustimmung des Eigentümers ist davon nicht erfasst. Wer dagegen regelmäßig mehrere Fahrzeuge aufnimmt oder Geld dafür verlangt, betreibt schnell einen ungenehmigten Campingplatz. Für die eine Nacht beim Grundstück von Bekannten gilt also etwas anderes als für den selbst gebastelten Mini-Stellplatz mit fünf Wohnmobilen.
Verkehrsregeln in Griechenland: das gilt auf der Straße
Die Camping-Diskussion hat einen anderen Punkt fast verdrängt: Seit September 2025 gelten in Griechenland deutlich strengere Verkehrsregeln mit spürbar höheren Bußgeldern. Schon 20 km/h zu viel können 100 Euro kosten, bei 50 km/h über dem Limit wird es dreistellig bis vierstellig, und der Führerschein kann direkt einbehalten werden. Bußgelder aus Griechenland werden in Deutschland vollstreckt.
Tempolimits
- innerorts 50 km/h
- außerorts 90 km/h, je nach Beschilderung auch mehr oder weniger
- Autobahn 130 km/h für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, sehr oft niedriger ausgeschildert
- über 3,5 Tonnen in der Regel 80 km/h außerorts und auf der Autobahn
- Gespanne auf der Autobahn 90 km/h
Die Promillegrenze liegt bei 0,5, für Fahranfänger, Motorradfahrer und Berufskraftfahrer deutlich strenger. Telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung. Im Kreisverkehr aufpassen: Anders als bei uns hat dort vielerorts der einfahrende Verkehr Vorfahrt.
Was mitgeführt werden muss
Warndreieck und Verbandskasten sind Pflicht. Beim Feuerlöscher gehen die Angaben auseinander, für griechisch zugelassene Fahrzeuge ist er vorgeschrieben, bei ausländischen Fahrzeugen wird er unterschiedlich gehandhabt. Ähnlich ist es bei der Warnweste. Mein ehrlicher Tipp: Beides kostet zusammen keine 40 Euro und beendet jede Diskussion am Straßenrand, bevor sie anfängt.
Maut und Parkfarben
Eine Vignette gibt es in Griechenland nicht. Bezahlt wird an Mautstationen, und zwar bei mehreren Betreibern mit unterschiedlicher Systematik. Mal wird nach Gesamthöhe über oder unter 2,20 Metern eingestuft, mal nach der Höhe über der Vorderachse. Für Wohnmobile heißt das fast immer: teurere Kategorie. Mautpflichtig sind neben den Autobahnen auch die Brücke Rio-Antirrio, die Athen-Umfahrung und der Tunnel Preveza-Aktio. Haltet Bargeld bereit und ordnet Euch an der Mautstation in die richtige Spur ein.
Kleine Hilfe beim Parken, die kaum jemand kennt: Die Farbe der Randmarkierung sagt Euch, woran Ihr seid. Gelb bedeutet Parkverbot, Blau gebührenpflichtig, Weiß gebührenfrei.
Beste Reisezeit für den Camping-Roadtrip
Für einen entspannten Roadtrip sind Frühjahr und Herbst am schönsten, also etwa April bis Juni und September bis November. Dann ist es angenehm warm, die Natur im Frühling in voller Blüte, und die Plätze sind nicht überfüllt.
Im Hochsommer würde ich persönlich nicht starten. Juli und August sind oft brütend heiß, nachts kühlt es kaum ab, und die Campingplätze sind voll, weil auch viele Griechen dann unterwegs sind.
Wichtig zu wissen: Die meisten Campingplätze haben nur von etwa April bis Oktober geöffnet, und in der Nebensaison sind viele Tavernen in den touristischen Ecken geschlossen. Wer im Spätherbst fährt, sollte auf Selbstversorgung eingestellt sein. Wir sind 2022 schon Ende März losgefahren. Das war eindeutig zwei Wochen zu früh.
Anreise: Landweg oder Fähre
Griechenland liegt je nach Wohnort gut 2.000 Kilometer entfernt, das ist keine Strecke für einen Rutsch. Plant genug Zwischenstopps ein. Zwei Wege bieten sich an: über den Landweg durch den Balkan oder mit der Fähre von Italien aus, meist ab Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi nach Igoumenitsa oder Patras. Wir sind selbst über den Landweg gefahren und haben unsere Erfahrungen ausführlich aufgeschrieben.
Rechnet die Fähre nicht nur nach dem Ticketpreis. Zwei Tage weniger Fahrerei, weniger Diesel, weniger Maut und ein ausgeruhter Fahrer sind auf so einer Strecke bares Geld wert. Umgekehrt ist der Landweg reizvoll, wenn Ihr unterwegs sowieso Stopps einplant.
Fährregeln: Gasflaschen, Hunde und Fahrzeugmaße
Auf der Fähre gelten eigene Vorschriften, und die kosten Nerven, wenn man sie erst im Hafen erfährt.
- Gasflaschen: Sie müssen geschlossen sein, manche Reedereien verlangen zusätzlich eine Plombe oder eine Anmeldung beim Check-in. Kochen im Fahrzeug ist an Bord nicht erlaubt.
- Fahrzeugmaße: Länge und Höhe müssen bei der Buchung korrekt angegeben werden. Wer sich verschätzt, zahlt am Schalter nach, und bei ausgebuchten Decks kann es richtig unangenehm werden. Fahrradträger und Dachbox zählen mit.
- Hunde: Tiergerechte Kabinen gibt es nur in begrenzter Zahl und gegen Aufpreis, sonst geht es in die Boxen an Deck. Wer mit Hund reist, bucht besser früh.
- Camping an Bord: Das Übernachten im eigenen Fahrzeug auf dem Deck haben zuletzt nur noch Anek und Superfast angeboten, aktuell ist mir für die Adria-Strecken keine Reederei bekannt, die es führt. Minoan hat stattdessen den Tarif Camping all inclusive, also eine Innenkabine zum Preis der Deckpassage, allerdings ohne Zugang zum Fahrzeug während der Fahrt. Prüft das vor jeder Buchung neu, das ändert sich saisonal.
Als wir 2024 mit der Fähre von Piräus nach Heraklion gefahren sind, war es noch möglich, mit Isomatte und Schlafsack an Deck zu schlafen. Das haben wir genutzt, und es war deutlich günstiger als eine Kabine.
Unsere Route über den Landweg nach Griechenland →
Und wenn das Wohnmobil dieses Jahr stehen bleibt?
Das ist eine ehrliche Frage, die sich mehr Leute stellen sollten: Für zwei Wochen Urlaub sind 4.000 Kilometer hin und zurück viel Fahrzeit. Wer weniger als drei Wochen Zeit hat, fährt manchmal besser, wenn er das Wohnmobil zu Hause lässt und fliegt. Vergleichen kostet nichts.
Stellplätze, Campingplätze und ehrliches Freistehen
Griechenland hat von Athen bis Zakynthos zahlreiche Campingplätze, die Preise liegen meist zwischen 20 und 40 Euro pro Nacht, je nach Lage und Ausstattung. Klassische Stellplätze nach deutschem Muster gibt es dagegen kaum. Gerade wenn Ihr eine Inselrunde plant, lohnt sich vorher der Blick, ob es auf der jeweiligen Insel überhaupt einen Platz gibt. Sonst steht Ihr am Ende ohne legale Übernachtungsmöglichkeit da.
Freistehen im rechtlichen Rahmen funktioniert nach den Klarstellungen von 2026 wieder gut, solange Ihr eben nur parkt. Eine Möglichkeit, die in Griechenland oft klappt: Fragt nach dem Essen freundlich beim Wirt einer Taverne, ob Ihr auf dem Parkplatz stehen dürft. In der Nebensaison ist das meist kein Problem, wenn nicht schon ein anderes Wohnmobil dort steht. Dass man dann auch dort isst, versteht sich von selbst.
Das würde ich wieder so machen: Einen festen Platz für die erste und die letzte Nacht buchen, den Rest offen lassen. So habt Ihr nach der langen Anfahrt und vor der Rückreise Wasser, Strom und Ruhe, bleibt dazwischen aber flexibel.
Ebene Plätze sind in Griechenland die Ausnahme:
Viele Campingplätze liegen am Hang oder auf gewachsenem Boden, richtig gerade steht man dort selten. Auffahrkeile gehören deshalb bei uns zur Grundausstattung, sonst rollt nachts alles in eine Ecke und der Kühlschrank mag es auch nicht. Eine Einschränkung: Beim reinen Parken abseits eines Platzes würde ich sie weglassen, weil Stützen und Aufbauten als Campingmerkmal gewertet werden können.
Das unterschätzen viele: Ver- und Entsorgung
Das ist der Punkt, an dem die Griechenland-Romantik kurz Pause macht. Offizielle Ver- und Entsorgungsstationen sind selten, und außerhalb von Campingplätzen findet Ihr kaum eine. Rechnet also anders als in Frankreich oder Italien, wo an jeder zweiten Tankstelle ein Bodeneinlass wartet.
Was funktioniert:
- Campingplätze nehmen die Entsorgung meist auch von Nicht-Gästen an, oft gegen eine kleine Gebühr. Vorher fragen, nicht einfach hineinfahren.
- Frischwasser gibt es an Tankstellen, an Dorfbrunnen und häufig an Strandduschen. Trinkwasserqualität ist damit nicht garantiert, zum Trinken kaufen wir Wasser.
- Die Kassettentoilette ist in Griechenland Standard, ein großer fest verbauter Fäkalientank kann dagegen zum Problem werden. Wer damit unterwegs ist, sollte die Entsorgungspunkte auf der Route vorher planen.
Wasser holen statt Wasser suchen:
Wenn die nächste Zapfstelle nicht anfahrbar ist, hilft nur tragen. Faltbare Kanister mit Zapfhahn sind dafür ideal, weil sie leer kaum Platz brauchen und im Sommer als Reserve für Abwasch und Duschen dienen. Zwei kleinere sind praktischer als ein großer, voll wird ein 20-Liter-Kanister schnell zur Zumutung.
Was gar nicht geht: Grauwasser irgendwo in die Natur, an den Straßenrand oder in einen Gully laufen lassen, von dem Ihr nicht wisst, wo er endet. Viele Abläufe führen in Griechenland direkt ins Meer. Abwasser aus Spüle und Dusche ist trotz des harmlosen Namens Abwasser, mit Fett und Seife drin. Und Fäkalien gehören ausschließlich in die dafür vorgesehene Entsorgung.
Ganz nüchtern gesagt: Genau dieses Verhalten hat die Debatte um Wohnmobile in Griechenland überhaupt erst so hochkochen lassen. Wer sauber entsorgt, hält die Tür für alle offen.
Ihr seid unsicher, ob Eure Route so funktioniert?
Schreibt mir einfach. Sagt mir Fahrzeuglänge, Reisezeit und wohin es gehen soll, und ich sage Euch ehrlich, was ich an Eurer Stelle anders planen würde. Wenn Ihr danach über einen meiner Links bucht, hilft mir die kleine Provision, diese Arbeit weiterzumachen. Für Euch bleibt der Preis gleich.
Feuer, Müll und Rücksicht
Ein Thema, das gern untergeht: Im Sommer ist Griechenland knochentrocken, ein einziger Funke kann einen Waldbrand auslösen. Offenes Feuer und Grillen außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze sind tabu, und bei Unachtsamkeit drohen empfindliche Strafen.
Genauso wichtig ist der Rest: alles so hinterlassen, wie Ihr es vorgefunden habt, keinen Müll liegen lassen, für die Notdurft öffentliche Toiletten oder Tavernen nutzen. Das ist nicht nur höflich. Es ist der Grund, warum Einheimische Campern überhaupt noch wohlgesonnen sind, und letztlich auch der Grund, warum die griechischen Wohnmobilverbände die Klarstellungen von 2026 überhaupt durchsetzen konnten.
Kurz gepackt: Was ins Wohnmobil gehört
Für einen längeren Roadtrip macht eine durchdachte Packliste den Unterschied zwischen Stress und Gelassenheit. Wasserkanister, ausreichend Vorräte für die Nebensaison, eine gute Navi-Vorbereitung, die Fahrzeugpapiere, Warndreieck, Verbandskasten und seit diesem Jahr eben auch die ausgedruckten Polizeianordnungen gehören dazu. Meine komplette Liste für drei Wochen spare ich mir hier, die findet Ihr gebündelt im passenden Beitrag.
Zur Packliste für 3 Wochen Wohnmobil-Roadtrip →
Häufige Fragen zum Camping in Griechenland
Ist Wildcampen in Griechenland wieder erlaubt?
Nein. Freies Campen außerhalb zugelassener Plätze bleibt verboten und kostet 300 Euro pro Person. Erlaubt ist das Übernachten in einem legal geparkten Wohnmobil, solange draußen nichts aufgebaut oder angeschlossen wird.
Darf ich im Wohnmobil schlafen?
Ja. Die Polizeianordnung vom 8. Juli 2026 stellt ausdrücklich klar, dass Aufenthalt und Übernachtung im ordnungsgemäß geparkten Wohnmobil zulässig sind, tagsüber wie nachts.
Wie lange darf ich stehen bleiben?
Innerorts gilt für Wohnmobile bis 7,50 Meter keine besondere 24-Stunden-Grenze, für größere Fahrzeuge und Wohnwagen schon. Örtliche Parkbeschränkungen und Schilder gelten in jedem Fall.
Darf ich am Strand übernachten?
Auf dem Sand oder in der Küstenzone nicht. Auf einem offiziellen Parkplatz in Strandnähe kann es dagegen völlig legal sein, wenn dort nichts anderes ausgeschildert ist.
Wo entsorge ich Grau- und Schwarzwasser?
Am zuverlässigsten auf Campingplätzen, oft auch als Nicht-Gast gegen Gebühr. Offizielle Entsorgungsstationen sind selten, deshalb gehört dieser Punkt in die Routenplanung.
Mein Fazit
Camping in Griechenland ist auch 2026 ein Traum, nur eben mit klaren Spielregeln. Wer den Unterschied zwischen Parken und Campen im Kopf behält, sauber entsorgt und mit Rücksicht unterwegs ist, erlebt eine der schönsten Camping-Regionen Europas ganz entspannt. Nach dem Hin und Her der letzten zwei Jahre ist die Lage heute sogar klarer als in der Zeit, in der alles nur geduldet wurde. Ich würde jederzeit wieder fahren.
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