Der Eiffelturm ist nicht die einzige Aussicht über Paris. Wenn du nach Paris Aussichtspunkten suchst, landest du trotzdem fast immer zuerst bei ihm. Verständlich. Nur waren wir bei unserem letzten Paris-Trip gar nicht oben.
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Stattdessen sind wir mit dem Fesselballon im Parc André Citroën hochgefahren. Kein Anstehen, ruhiger Blick über die Dächer, und der Eiffelturm war von dort aus sogar besser im Bild als von ihm selbst. Das ist übrigens der Punkt, den viele übersehen: Auf dem Eiffelturm siehst du alles außer dem Eiffelturm.
In diesem Beitrag findest du sieben Aussichtspunkte, Dachterrassen und Fotospots über Paris. Oft entspannter, günstiger und mit deutlich kürzerer Wartezeit.
Warum Paris Aussichtspunkte abseits des Eiffelturms mehr bringen
Der Eiffelturm ist ein Erlebnis, keine Frage. Aber er ist auch ein Nadelöhr. Warteschlangen, Sicherheitskontrolle, Zeitfenster, volle Aufzüge. Wer nur einen oder zwei Tage in Paris hat, verbringt schnell einen halben Vormittag damit, irgendwo anzustehen.
Die Alternativen haben drei Vorteile: Du kommst schneller rein, zahlst oft weniger oder gar nichts, und du hast den Eiffelturm im Blick statt unter den Füßen. Für Fotos ist das der entscheidende Unterschied.
1. Der Fesselballon im Parc André Citroën
Unser klarer Favorit und ehrlich gesagt der Grund, warum wir den Eiffelturm ausgelassen haben. Der Ballon steigt an einem Seil in die Höhe, du stehst in einem Korb und hast rundherum freie Sicht über Paris. Kein Aufzug, kein Gedränge, keine Glasscheibe dazwischen.
Der Park selbst liegt im 15. Arrondissement, etwas außerhalb der klassischen Touristenrouten. Genau deshalb ist es dort ruhiger. Der Ballon fährt wetterabhängig, bei zu viel Wind bleibt er unten. Das solltest du einplanen und nicht als einzigen Programmpunkt des Tages setzen.
Mein ehrlicher Tipp: Vorher kurz prüfen, ob der Ballon an dem Tag überhaupt fährt. Wir hatten Glück mit dem Wetter, aber Verlass ist darauf nicht.
2. Trocadéro: der beste Blick auf den Eiffelturm
Kein Höhepunkt im wörtlichen Sinn, aber der bekannteste Fotospot der Stadt. Vom Place du Trocadéro schaust du über die Seine direkt auf den Eiffelturm, frontal und in voller Höhe.
Der Haken: Du bist nicht allein. Wir waren an einem Nachmittag dort und es war voll. Wirklich voll. Wer ein Foto ohne dreißig Fremde im Vordergrund möchte, muss früh kommen. Sehr früh.
Das unterschätzen viele: Der Trocadéro ist auch abends stark. Wenn der Turm beleuchtet ist, verändert sich die Wirkung komplett. Dafür wird es aber nicht leerer, sondern eher voller.
3. Tour Montparnasse
Der Klassiker unter den Alternativen. Der Montparnasse-Turm ist architektonisch nicht jedermanns Sache, aber genau das ist sein Vorteil: Von oben siehst du Paris, und der Eiffelturm steht mitten im Bild.
Die Wartezeiten sind in der Regel deutlich kürzer als am Eiffelturm, die Aussichtsplattform ist überschaubar organisiert. Wer ohnehin am Bahnhof Montparnasse ankommt oder umsteigt, kann das gut verbinden.
4. Galeries Lafayette: Dachterrasse ohne Ticket
Das große Kaufhaus am Boulevard Haussmann hat eine frei zugängliche Dachterrasse. Kein Eintritt, kein Ticket, einfach hoch mit dem Aufzug oder der Rolltreppe. Von oben schaust du über die Dächer bis zur Oper und zum Eiffelturm.
Dass das kostenlos ist, spricht sich langsam herum, entsprechend ist auch dort Betrieb. Trotzdem: Für null Euro bekommst du hier einen der besseren Blicke über Paris.
Kurzer Aha-Moment: Die kostenlosen Paris Aussichtspunkte sind oft nicht schlechter, sondern nur weniger beworben. Es verdient eben niemand daran.
5. Printemps Dachterrasse
Gleich in der Nachbarschaft, gleiche Logik. Auch das Kaufhaus Printemps hat eine Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Etwas ruhiger als bei den Galeries Lafayette, weil weniger bekannt.
Wenn du ohnehin in dieser Ecke unterwegs bist, kannst du beide Terrassen an einem Nachmittag mitnehmen. Der Fußweg dazwischen ist kurz.
6. Sacré-Cœur und Montmartre
Die Basilika steht auf dem höchsten natürlichen Punkt der Stadt. Schon von den Treppen vor der Kirche schaust du weit über Paris, ohne einen Cent zu zahlen. Wer noch höher hinaus will, kann die Kuppel besteigen.
Montmartre ist touristisch, das muss man ehrlich sagen. Aber der Blick von den Stufen ist trotzdem einer der schönsten der Stadt, besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht flacher wird.
7. Institut du Monde Arabe
Der Geheimtipp in dieser Liste. Das Institut im 5. Arrondissement hat eine Dachterrasse mit Blick auf die Seine und Notre-Dame. Deutlich weniger überlaufen als alles andere hier, weil die meisten gar nicht wissen, dass man hochkann.
Allein die Fassade mit ihren beweglichen Blenden ist einen Blick wert. Für alle, die Paris nicht nur abhaken, sondern auch mal etwas Ungewöhnliches sehen wollen.
Paris Aussichtspunkte: Was ich heute anders machen würde
Wir haben unseren Paris-Tag ziemlich voll gepackt. Ballon, Trocadéro, Arc de Triomphe, Louvre, dazwischen Radfahren. Das war schön, aber am Abend waren wir platt.
Wenn ich es nochmal plane, würde ich zwei Aussichtspunkte auswählen statt fünf Programmpunkte. Einen am Vormittag, einen zum Sonnenuntergang. Dazwischen Zeit für Kaffee, Sitzen, Schauen. Paris ist keine Stadt, die man abarbeitet.
Übrigens: Wir waren mit dem Wohnmobil unterwegs und haben in Maisons-Laffitte gestanden. Wie das funktioniert, mit Anfahrt, Stellplatz und den Wegen in die Innenstadt, habe ich hier aufgeschrieben:
Paris mit dem Wohnmobil: unsere Erfahrungen in Maisons-Laffitte
Häufige Fragen zu Paris Aussichtspunkten
Welcher Aussichtspunkt in Paris ist kostenlos?
Die Dachterrassen der Galeries Lafayette und des Printemps sind ohne Eintritt zugänglich. Auch die Treppen vor Sacré-Cœur kosten nichts und bieten einen weiten Blick über die Stadt.
Lohnt sich der Eiffelturm überhaupt nicht?
Doch, wenn du Zeit hast und den Turm selbst erleben möchtest. Wenn es dir aber um die Aussicht geht, bekommst du woanders mehr Blick für weniger Wartezeit. Und den Eiffelturm mit aufs Foto.
Wo ist der beste Blick auf den Eiffelturm?
Für das klassische Frontalbild ist der Trocadéro erste Wahl. Wer den Turm eingebettet in die Stadt sehen möchte, ist auf dem Montparnasse oder im Fesselballon besser aufgehoben.
Fährt der Ballon im Parc André Citroën immer?
Nein. Er ist wetterabhängig und bleibt bei zu viel Wind am Boden. Vorher prüfen und nicht als einzigen Programmpunkt einplanen.
Wie viele Aussichtspunkte schafft man an einem Tag?
Realistisch zwei, wenn du sie auch genießen willst. Drei gehen, werden aber hektisch. Mehr ist Abarbeiten, nicht Reisen.
Fazit: Paris von oben, ohne anzustehen
Der Eiffelturm ist ein Symbol, aber kein Pflichtprogramm. Wenn du deine Paris Aussichtspunkte klug wählst, siehst du mehr, wartest weniger und hast am Ende die besseren Fotos.
Mein Favorit bleibt der Ballon im Parc André Citroën. Nicht weil er spektakulär ist, sondern weil er ruhig ist. Man steht da oben, der Wind zieht, und Paris liegt einfach da. Kein Gedränge, kein Countdown, kein nächster Programmpunkt im Nacken.
Und falls du gerade deine Reise planst: Denk früh an Unterkunft und Mobilität. Das ist der Teil, an dem sich später entscheidet, ob der Trip entspannt wird.
Reise planen leicht gemacht:
Viel Freude bei Eurer nächsten Reise – ob mit Wohnmobil, Rad, Flugzeug oder Roadtrip. Hauptsache: du erlebst etwas Schönes und Neues, Deine Franzi
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