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Athen mit dem Wohnmobil

5. November 2026 Franzi 17 Min. Lesezeit

Athen · Wohnmobil · Akropolis ohne Gedränge

Zweimal waren wir in Athen: einmal mit dem Wohnmobil und der Akropolis fast für uns allein, einmal mit Regen und 22 Stunden Zeit. Wo das Fahrzeug sicher steht, wie Ihr in zwei Tagen die Stadt seht und wie es danach zur Fähre nach Piräus weitergeht.

Stand: November 2026 · Lesezeit ca. 13 Minuten

Athen mit dem Wohnmobil: Blick über die Dächer der Plaka auf die Akropolis am Morgen
Die Akropolis taucht in Athen immer wieder zwischen den Dächern auf (KI-unterstütztes Bild)

Beim ersten Mal hat uns Athen ein Gewitter geschenkt. Beim zweiten Mal, mit dem Wohnmobil, standen wir morgens um acht fast allein zwischen den Säulen des Parthenon. Dazwischen lagen drei Jahre und die Erkenntnis, dass Athen mit dem Wohnmobil einfacher ist, als alle sagen: Fahrzeug draußen lassen, früh aufstehen, Bus nehmen.

Genau darum geht es hier. Wo wir gestanden haben und was es heute für Plätze gibt, wie Ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in zwei Tagen seht, ohne sie abzuhaken, und wie Ihr anschließend mit dem Wohnmobil zur Fähre nach Piräus kommt, wenn Kreta oder eine andere Insel das eigentliche Ziel ist. Und für alle, die ohne Wohnmobil kommen, gibt es die Anreise mit Metro und Taxi gleich mit.

Athen mit dem Wohnmobil auf einen Blick

Wohnmobil: nie ins Zentrum, Stellplatz am Stadtrand, Bus oder Metro in die Stadt
Unser Platz 2022: Busparking Remiza, 20 Euro pro Nacht, 20 Minuten mit dem Bus
Wie viel Zeit: zwei volle Tage für die Highlights, drei mit Museen
Beste Zeit: März bis Mai und Oktober bis November
Eintritt Akropolis: 30 Euro pro Person, Zeitfenster Pflicht, erstes um 8 Uhr nehmen
Weiter zur Fähre: Hafen Piräus, rund 10 Kilometer, Parkplätze am Hafen ab etwa 13 Euro

Zwei Besuche, zwei völlig verschiedene Athen-Tage

2019 kamen wir vom Kreta Urlaub zurück und hatten einen langen Zwischenstopp in Athen eingebaut, knapp 22 Stunden. Hotel in der Plaka, nur Handgepäck, großer Plan: Akropolis. Athen hatte andere Pläne. Schwüle, Gewitter, und dann hat es nicht geregnet, sondern geschüttet. Auf die Akropolis sind wir gar nicht erst hinauf. Stattdessen wurde es ein Spaziergang durch die Plaka, der Syntagma-Platz, eine winzige Kellertaverne ohne Schild und abends die beleuchtete Akropolis von der Dachterrasse. Schön war es trotzdem, aber das große Ziel hatten wir verpasst.

Ende März 2022 kamen wir dann mit dem Wohnmobil über den Landweg nach Griechenland, und Athen lag auf der Strecke in Richtung Peloponnes. Diesmal lief es andersherum: Wohnmobil auf einem Stellplatz am Stadtrand, morgens mit dem Bus los und zur Öffnung oben an der Akropolis. Keine Reisebusse, keine Schlange, kein Gedränge. Wir konnten die Anlage so genießen, wie man es sich vorstellt und wie es tagsüber kaum noch möglich ist.

Aus beiden Besuchen habe ich eine einfache Regel mitgenommen: Die Akropolis gehört an den Anfang des ersten Tages, und zwar früh. Alles andere in Athen lässt sich auch bei Regen, Hitze oder mit müden Füßen gut erleben.

Athen mit dem Wohnmobil: wo wir gestanden haben

Das Wichtigste vorab: In die Athener Innenstadt fahrt Ihr mit dem Wohnmobil nicht. Enge Straßen, kaum Parkplätze, dazu gibt es im Zentrum werktags eine Fahrbeschränkungszone. Freistehen ist in der Stadt keine Option, und das Fahrzeug irgendwo am Straßenrand allein zu lassen, würde ich in einer Millionenstadt ohnehin nicht. Also braucht Ihr einen Platz am Rand, von dem Ihr mit Bus oder Metro ins Zentrum kommt.

Bei uns Ende März 2022 sah das so aus: Der Campingplatz Camping Athens im Westen der Stadt hatte damals erst ab 1. April geöffnet, die anderen Plätze lagen uns zu weit draußen. Über eine Camping-App fanden wir das Busparking Remiza in der Antigonis 43, einen 24-Stunden-Parkplatz für Wohnmobile auf dem Gelände eines Busbetriebshofs nordwestlich des Zentrums. Kein Schatten, kein Campingfeeling, aber Strom, Wasser, Toiletten und Duschen, ruhig, und das Wohnmobil stand sicher. 20 Euro pro Nacht. Die Bushaltestelle war ein paar Schritte entfernt, in rund 20 Minuten waren wir im Zentrum und von dort zu Fuß an der Akropolis.

Nach meiner Recherche gibt es den Platz noch, zum gleichen Preis von etwa 20 Euro, Strom kostet extra. Rechnet damit, dass die Umgebung eher Industriegebiet als Postkarte ist. Für eine oder zwei Nächte mit dem Ziel Akropolis fanden wir das völlig in Ordnung.

Athen mit dem Wohnmobil: Stellplatz am Stadtrand mit Bushaltestelle
Wohnmobil am Stadtrand abstellen, mit dem Bus ins Zentrum (KI-unterstütztes Bild)

Heute hättet Ihr mehr Auswahl als wir damals:

  • Camping Athens an der Leoforos Athinon in Peristeri, laut Betreiber ganzjährig geöffnet, mit Bus ins Zentrum (Fahrkarten an der Rezeption). Kostet für zwei Personen rund 37 Euro pro Nacht (Stand meiner Recherche). Liegt an einer sechsspurigen Straße, also nicht leise, aber praktisch. Selbst ausgebaute Vans sind dort nicht erlaubt.
  • Busparking Remiza, Antigonis 43, unser Platz von 2022, etwa 20 Euro pro Nacht, Strom gegen Aufpreis, Bus ins Zentrum.
  • Stellplätze Richtung Flughafen bei Koropi und Markopoulo, die mit Shuttle oder Metro arbeiten. Praktisch, wenn Ihr über die Ringautobahn kommt oder zum Flughafen weiterwollt.
  • Parkplätze direkt in Piräus, wenn die Fähre das eigentliche Ziel ist. Dazu weiter unten mehr.

Zwei Dinge noch, die wir unterschätzt hatten. Die Ringautobahn Attiki Odos ist mautpflichtig und für Wohnmobile über 2,70 Meter Höhe deutlich teurer als für Pkw, nach meiner Recherche rund 7 Euro pro Durchfahrt. Und Fahrkarten für den Bus gibt es nicht beim Fahrer, sondern am Kiosk, am Automaten oder inzwischen direkt per Bankkarte am Entwerter. Ein normales Ticket kostet 1,20 Euro und gilt 90 Minuten für Bus, Metro und Tram zusammen.

Alles Weitere zu Maut, Parkfarben, Freistehen und den Regeln seit 2026 habe ich in meinem Griechenland-Beitrag zusammengefasst:

Camping in Griechenland: Regeln, Freistehen und Bußgelder →

Athen Sehenswürdigkeiten in 2 Tagen: so würde ich es planen

Tag 1: Akropolis zur Öffnung, dann Akropolismuseum oder Südhang, nachmittags Plaka und Anafiotika, abends Dachterrasse mit Akropolisblick

Tag 2: Antike Agora, Monastiraki und Psyrri, Syntagma mit Wachablösung, Nationalgarten, Sonnenuntergang vom Philopappos-Hügel

Tag 1: Die Akropolis, bevor die Busse kommen

Die Akropolis öffnet das ganze Jahr um 8 Uhr. Wer um diese Zeit am Eingang steht, bekommt etwas, das die meisten Besucher nie sehen: Ruhe. Ab etwa 10 Uhr rollen die Reisebusse und die Kreuzfahrtgruppen an, dann wird der Aufstieg zu einer Prozession. Wir hatten 2022 das Glück, die Propyläen fast allein zu durchschreiten. Auf unserem Foto von damals steht Ernst allein vor den Säulen des Parthenon und wirkt winzig daneben. Das ist der Moment, für den sich der frühe Wecker lohnt.

Parthenon auf der Akropolis in Athen am frühen Morgen ohne Besucher
Morgens um acht gehört der Parthenon fast Euch allein (KI-unterstütztes Bild)

Damals, Ende März, haben wir noch den alten Wintertarif von 10 Euro bezahlt. Das ist vorbei. Nach meiner Recherche kostet das Ticket inzwischen ganzjährig 30 Euro pro Person, der günstigere Winterpreis wurde abgeschafft. Dazu kommt, dass Ihr ein festes Zeitfenster buchen müsst. Das Ticket gilt eine Viertelstunde vor bis eine Viertelstunde nach der gebuchten Zeit, danach könnt Ihr oben bleiben, so lange Ihr wollt. Bucht das erste Zeitfenster des Tages, und zwar vorab online über die offizielle Seite, nicht erst an der Kasse.

Offizielle Akropolis-Tickets mit Zeitfenster →

Das würde ich wieder so machen

Zur Öffnung oben sein, auch im Frühjahr. Nicht wegen der Hitze, sondern wegen der Menschen. Zwischen 8 und 9 Uhr habt Ihr Zeit zum Schauen, Fotografieren und Staunen. Um 11 Uhr steht Ihr in der Schlange vor dem Erechtheion und wartet auf eine Lücke im Bild. Und noch etwas, das viele erst oben merken: Der Weg ist glatt gelaufener Marmor mit Stufen. Feste Schuhe mit Profil sind keine Empfehlung, sondern Pflicht, und ein freier Blick auf den Boden ist bei dem Gedränge später am Tag nicht mehr garantiert.

Nach der Akropolis habt Ihr zwei gute Möglichkeiten. Entweder direkt ins Akropolismuseum am Fuß des Hügels, solange die Beine noch mitmachen. Oder über den Südhang mit dem Dionysos-Theater langsam hinunter in die Plaka. Wir haben uns für die Plaka entschieden, weil wir nach so vielen Säulen eher einen Kaffee als noch mehr Geschichte brauchten.

Plaka und Anafiotika: den Nachmittag laufen lassen

Die Plaka ist das Viertel direkt unterhalb der Akropolis, mit engen Gassen, alten Häusern und Tavernen an jeder Ecke. Ja, es ist touristisch. Und trotzdem gehört es dazu, denn nirgends sonst taucht die Akropolis so oft über den Dächern auf. Unser Tipp aus dem Regenbesuch 2019: zwei Gassen weg von der Hauptroute wird es sofort leiser und günstiger. Die kleine Kellertaverne, in der wir damals ungefragt Suppe, Brot und Wein bekamen, hatte nicht einmal ein Schild. Drei Jahre später haben wir sie wiedergefunden und sind wieder hin, dazu ein, zwei kleine Cafés aus dem ersten Besuch. Das ist für mich der schönste Beweis, dass die Plaka abseits der Hauptgassen echt ist.

Direkt am Hang über der Plaka liegt Anafiotika, ein paar weiße Häuschen mit blauen Türen, gebaut von Handwerkern von der Kykladeninsel Anafi. Es sieht aus, als hätte jemand ein Inseldorf in die Großstadt gesetzt. Dort wohnen Menschen, also leise sein und nicht in Hauseingänge fotografieren. Bei unseren beiden Besuchen haben wir es nicht geschafft, deshalb steht Anafiotika für das nächste Mal ganz oben auf meiner Liste.

Gasse in der Plaka in Athen mit Tavernentischen und Bougainvillea
Zwei Gassen abseits der Hauptroute wird die Plaka ruhig (KI-unterstütztes Bild)

Den Abend würde ich auf einer Dachterrasse verbringen. 2019 hatten wir ein Hotel in der Plaka mit Terrasse und Blick auf die angestrahlte Akropolis, und das war trotz Dauerregen der schönste Moment des ganzen Zwischenstopps. Mit dem Wohnmobil habt Ihr keine Terrasse, aber jede Rooftop-Bar rund um Monastiraki tut es auch. Hauptsache, Ihr seht den Felsen leuchten, bevor der Bus zurück zum Stellplatz fährt.

Tag 2: Agora, Monastiraki, Syntagma und ein Hügel zum Sonnenuntergang

Am zweiten Tag würde ich mit der Antiken Agora beginnen, dem früheren Marktplatz und Herz der antiken Stadt. Sie ist weniger überlaufen als die Akropolis und liegt auf dem Weg nach Monastiraki. Wer nach dem ersten Tag genug Antike hat, kann sie ohne schlechtes Gewissen auslassen und direkt zum Monastiraki-Platz gehen: Flohmarkt, Händler, Cafés, Verkehr und über allem wieder die Akropolis.

Von dort ist es nicht weit nach Psyrri, dem Viertel mit Werkstätten, Street Art und kleinen Lokalen. Und dann zum Syntagma-Platz mit dem Parlament, wo wir 2019 zwischen zwei Regenschauern gelandet sind. Vor dem Parlament stehen die Evzonen in ihren traditionellen Uniformen, die Wachablösung findet regelmäßig statt, die genauen Zeiten prüft Ihr am besten vor Ort. Hinter dem Parlament beginnt der Nationalgarten, und nach zwei Tagen Stein und Straße tut dieses Grün gut.

Zum Sonnenuntergang empfehle ich den Philopappos-Hügel gegenüber der Akropolis. Der Weg nach oben ist ein Spaziergang, kostet nichts, und der Blick auf den angestrahlten Parthenon ist der, den Ihr aus allen Reiseführern kennt. Nur eben echt.

Blick vom Philopappos-Hügel auf die Akropolis von Athen im Abendlicht
Der klassische Blick vom Philopappos-Hügel, kostenlos und zu Fuß erreichbar (KI-unterstütztes Bild)

Mit dem Wohnmobil weiter zur Fähre nach Piräus

Für viele ist Athen mit dem Wohnmobil nur die Zwischenstation. Das eigentliche Ziel heißt Kreta, oder eine der Kykladen, und die Fähren dorthin legen in Piräus ab. Wir sind die Strecke Piräus–Heraklion inzwischen zweimal gefahren, 2024 und 2026, beide Male allerdings direkt zum Hafen und ohne Stopp in der Stadt. Was Ihr für die Kombination aus Athen-Besuch und Fähre wissen solltet, habe ich hier zusammengetragen.

Die Fahrt vom Stellplatz zum Hafen

Piräus liegt im Südwesten, vom Busparking Remiza oder von Camping Athens sind es rund zehn Kilometer. Das klingt nach nichts, führt aber mitten durch den Athener Stadtverkehr, und der ist dicht, eng und ungeduldig. Rechnet mit einer guten Stunde und fahrt nicht zur Rushhour. Die Fähren nach Kreta fahren meist am Abend und über Nacht, Ihr habt also Zeit: morgens die Akropolis, mittags zurück zum Wohnmobil, am frühen Nachmittag gemütlich nach Piräus. Wenn ich es planen würde, wäre das mein Ablauf. Das Navi auf die Fähr-Gates stellen, nicht auf „Piräus“, denn der Hafen ist riesig und die Kreta-Fähren liegen an einer anderen Ecke als die Kykladen-Schiffe. Welches Gate Eures ist, steht auf dem Ticket.

Parken in Piräus, wenn Ihr auf die Fähre wartet

Wer schon am Vortag in Piräus sein will oder die Fähre erst morgens geht, braucht einen Platz für die Nacht. Freistehen am Hafen ist keine gute Idee, dort wird kontrolliert. Nach meiner Recherche gibt es zwei brauchbare Möglichkeiten direkt im Hafengebiet:

  • Parkopolis Port Parking, Fokionos 1-7: videoüberwachter Parkplatz für Wohnmobile, auch für lange Fahrzeuge, ab etwa 15 Euro pro Nacht inklusive Wasser, aber ohne Strom und ohne Entsorgung. Telefonisch vorher anmelden.
  • Parkplatz Akti Miaouli am Ende des Hafens: etwa 13 Euro für 24 Stunden, Schranke mit QR-Code, keine Ausstattung. Direkt an einer vielbefahrenen Straße, mit Reisebussen ab morgens und Schiffsdurchsagen. Ohrstöpsel einpacken.

Beide sind reine Parkplätze, kein Campingplatz. Ver- und Entsorgung erledigt Ihr vorher, zum Beispiel auf dem Stellplatz in Athen. Wer es ruhiger will, bleibt die letzte Nacht in Athen oder auf Camping Athens und fährt erst am Abfahrtstag zum Hafen.

Was wir auf der Fähre gelernt haben

Die Überfahrt nach Heraklion dauert rund neun Stunden, meist über Nacht. Beim Buchen die Länge des Wohnmobils ehrlich angeben, denn danach richtet sich der Preis, und früh und flexibel buchen, in der Saison sind die Fahrzeugplätze knapp. Früh am Hafen sein lohnt sich doppelt: Ihr steht weiter vorne in der Fahrzeugschlange und bekommt die guten Plätze an Deck. Wir haben 2024 und 2026 mit Isomatte und Schlafsack an Deck geschlafen, weil die Kabinen für Ernst zu kurz sind und die Deckpassage deutlich günstiger ist. Während der Fahrt kommt Ihr nicht ans Fahrzeug, das Autodeck bleibt zu, also alles für die Nacht vorher mit nach oben nehmen. Gas abdrehen nicht vergessen, und am frühen Morgen begrüßt Euch Heraklion.

Unsere komplette Anreise nach Kreta mit dem Wohnmobil, von der Balkanroute bis zur Fähre, steht ausführlich auf meinem Kreta-Blog:

Kreta Anreise mit dem Wohnmobil: Balkanroute und Fähre →

Ohne Wohnmobil: Anreise mit Flug, Metro und Taxi

Vom Flughafen fährt die Metro-Linie 3 in rund 40 Minuten bis Syntagma, das Ticket kostet 9 Euro pro Person (Stand meiner Recherche), das Taxi tagsüber pauschal 50 Euro, seit Herbst 2026 zehn Euro mehr als früher. Wir haben 2019 trotzdem das Taxi genommen, weil wir keine 24 Stunden für Athen hatten und jede Stunde zählte. Wer mehr Zeit hat, nimmt die Metro und beachtet nur eins: Das normale 1,20-Euro-Ticket gilt nicht auf der Flughafenstrecke, Ihr braucht das eigene Flughafenticket.

Wenn Ihr Athen als Städtereise plant, würde ich zuerst grob schauen, was Flug und Hotel als Paket kosten. Im Frühjahr und Herbst ist das oft günstiger als getrennt gebucht, und Ihr seht sofort, welche Reisetage preislich passen. Beim Hotel achtet auf eins: Dachterrasse mit Akropolisblick. Das war 2019 trotz Regen unser schönster Moment.

Städtereise Athen mit Flug und Hotel prüfen* →

Alle Details zu Taxi, Metro, Express-Bus und dazu, für wen sich ein Zwischenstopp in Athen überhaupt lohnt, stehen in meinem Beitrag auf dem Kreta-Blog.

Zwischenstopp in Athen nach dem Kreta Urlaub →

Beste Reisezeit für Athen: lieber Frühjahr als Hochsommer

Athen ist im Juli und August eine der heißesten Hauptstädte Europas. Auf der Akropolis gibt es keinen Schatten, der Marmor strahlt die Hitze zurück, und in den letzten Sommern wurde die Anlage an besonders heißen Tagen mittags sogar geschlossen. Für uns ist das keine Reisezeit für eine Städtereise, und im Wohnmobil ohne Schatten auf dem Stellplatz schon gar nicht. Unser Besuch Ende März war ideal: Jacke am Morgen, T-Shirt am Mittag, und die Stadt noch ohne Sommerbetrieb.

März bis Mai: angenehm, grün, wenig los. Unsere Empfehlung.
Juni und September: warm bis heiß, machbar mit frühen Terminen und Siesta.
Juli und August: oft über 35 Grad, Akropolis ohne Schatten. Würde ich meiden.
Oktober bis November: mild, günstigere Hotels, gelegentlich Regen wie bei uns 2019.

Vor der Buchung lohnt sich ein Blick auf Temperaturen, Regentage und Sonnenstunden. Und wer noch gar nicht weiß, ob es Athen, Lissabon oder der Balkan werden soll, findet mit meinem Europa-Reiseplaner nach Monat und Budget schnell eine Richtung.

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Das unterschätzen viele

Die Wege. Athen sieht auf der Karte kompakt aus, und das Zentrum ist es auch. Aber es geht ständig bergauf, über Kopfsteinpflaster und glatten Marmor. Zwei Tage Athen sind zwei Tage Laufen. Bequeme Schuhe, Wasserflasche und ein kleiner Rucksack sind wichtiger als jedes Museumsticket.

Der Plan B. Wer alles auf die Akropolis setzt und dann ein Gewitter erwischt, hat wie wir 2019 ein Problem. Deshalb: Akropolis früh, Rest flexibel. Bei Regen sind das Akropolismuseum, das Archäologische Nationalmuseum und die Markthallen die bessere Wahl als Hügel und Gassen.

Das Essen in der ersten Reihe. Die Tavernen mit dem besten Akropolisblick und dem Kellner, der Euch auf der Straße anspricht, sind selten die besten. Zwei Gassen weiter sitzen die Athener. Bestellt mehrere Meze in die Mitte des Tisches, Tzatziki, gegrilltes Gemüse, Saganaki, und teilt. So probiert Ihr mehr und zahlt weniger.

Der Reiseführer. Zwei Tage Athen plant Ihr nicht mit zwanzig offenen Tabs auf dem Handy, sondern am Küchentisch mit einem Buch. Der Marco Polo Athen von Klaus Bötig ist dafür genau richtig: kompakt, mit Insider-Tipps zu Tavernen und Vierteln und einer kostenlosen Touren-App für unterwegs. Er ist nicht ohne Grund der meistgekaufte Griechenland-Reiseführer bei Amazon.

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Kleine Packliste für zwei Tage Athen

✓ Feste Schuhe mit Profil (Marmor!)
✓ Trinkflasche zum Nachfüllen
✓ Sonnenhut, auch im Frühjahr
✓ Kleiner Tagesrucksack
✓ Powerbank für Tickets und Karten am Handy
✓ Leichte Regenjacke im Herbst
✓ Isomatte und Schlafsack für die Nacht an Deck
✓ Ohrstöpsel für Stellplatz und Fähre

Die ausführliche Liste für drei Wochen Griechenland mit dem Wohnmobil findet Ihr hier, inklusive PDF zum Abhaken:

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Häufige Fragen zu Athen mit dem Wohnmobil

Kann man Athen mit dem Wohnmobil besuchen?

Ja, aber nur mit einem Stellplatz oder Campingplatz am Stadtrand und Bus oder Metro ins Zentrum. Wir standen 2022 für 20 Euro pro Nacht auf dem Busparking Remiza in der Antigonis 43 und waren in 20 Minuten in der Stadt, weil der Campingplatz noch geschlossen hatte. Camping Athens in Peristeri ist die Alternative mit mehr Komfort.

Wie komme ich mit dem Wohnmobil von Athen zur Fähre nach Piräus?

Vom Stellplatz sind es rund zehn Kilometer durch den Stadtverkehr, plant eine gute Stunde ein und meidet die Rushhour. Die Kreta-Fähren fahren meist abends, Ihr könnt also morgens noch auf die Akropolis. Wer früher am Hafen sein will, findet in Piräus bewachte Parkplätze für Wohnmobile ab etwa 13 bis 15 Euro, ohne Strom und Entsorgung.

Wie viele Tage braucht man für Athen?

Zwei volle Tage reichen für Akropolis, Plaka, Agora, Monastiraki, Syntagma und einen Aussichtspunkt. Ein dritter Tag lohnt sich für Museen oder einen Ausflug zum Kap Sounion. Ein reiner Zwischenstopp von fünf Stunden zwischen zwei Flügen reicht dagegen nicht, der Flughafen liegt zu weit draußen.

Muss ich das Akropolis-Ticket vorher buchen?

Ja. Der Einlass läuft über feste Zeitfenster, und die frühen Slots sind in der Saison schnell weg. Bucht online über die offizielle Seite und nehmt das erste Zeitfenster um 8 Uhr. Der Preis liegt nach meiner Recherche bei 30 Euro, EU-Bürger unter 25 kommen kostenlos hinein.

Ist Athen sicher?

Wir haben uns bei beiden Besuchen sicher gefühlt, auch abends in der Plaka. Wie in jeder Großstadt gilt: Wertsachen in der Metro und auf dem Monastiraki-Flohmarkt im Blick behalten, und das Wohnmobil nur auf einem bewachten Platz abstellen. Rund um Omonia sieht es rauer aus, als es ist.

Was kostet Athen ungefähr?

Die Akropolis ist mit 30 Euro der größte Posten. Der Nahverkehr ist mit 1,20 Euro pro Fahrt oder 4,10 Euro für 24 Stunden günstig, der Stellplatz kostet 20 bis 37 Euro, ein Gyros Pita wenige Euro, ein Abend mit Meze zu zweit in einer Nachbarschaftstaverne deutlich unter dem, was Ihr in der ersten Reihe der Plaka zahlt. Alle Preise sind der Stand meiner Recherche, vor der Reise bitte kurz prüfen.

Mein Fazit

Athen ist keine Stadt, die sich Mühe gibt, hübsch auszusehen. Laut, rau, voll, und dann steht Ihr morgens um acht vor dem Parthenon und alles ist still. Diesen Moment hätten wir 2019 fast verpasst und 2022 geschenkt bekommen, nur weil wir früh aufgestanden sind.

Deshalb mein Rat: Lasst das Wohnmobil draußen stehen, bucht das erste Zeitfenster für die Akropolis und plant zwei Tage mit einem großen Ziel am Morgen und offenem Nachmittag. Und wenn die Fähre nach Kreta wartet, fahrt entspannt am Nachmittag nach Piräus. Dann ist Athen genau die Stadt, für die sich der Umweg lohnt.

Viel Freude bei Eurer nächsten Reise! Bis dann, Eure Franzi

Über mich
Ich bin Franzi (Irene) und schreibe auf franzi-liebt-reisen.de und franzi-liebt-kreta.de über ehrliche, praktische Reisen, meist zu zweit mit meinem Mann Ernst, oft mit dem Wohnmobil. In Athen waren wir zweimal, 2019 im Regen und 2022 mit dem Wohnmobil im Frühling, und mit der Fähre von Piräus nach Kreta 2024 und 2026. Einige Bilder in diesem Beitrag habe ich KI-unterstützt erstellt.

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