Mit dem Wohnmobil nach Griechenland: Regeln, Route und Erfahrungen

Hallo Ihr Lieben,

wenn Ihr mit dem Wohnmobil nach Griechenland wollt, findet Ihr hier alles gebündelt: die aktuellen Regeln, die beiden Anreisewege, unsere Routen und die Dinge, die wir beim ersten Mal gern vorher gewusst hätten. Diese Seite ist der Startpunkt. Von hier aus kommt Ihr in die einzelnen Beiträge, in denen es dann wirklich ins Detail geht.

Griechenland ist für uns das Land, in das wir immer wieder zurückfahren. Meer, Berge, Tavernen, und dazwischen diese Gelassenheit, die man in Mitteleuropa erst wieder lernen muss. Ehrlich ist aber auch: Es ist kein Land für Leute, die alles durchgeplant und jeden Abend einen Stellplatz mit Strom haben möchten.

Die Regeln 2026 in drei Sätzen

Weil das im Moment die häufigste Frage ist, hier die Kurzfassung. Freies Campen außerhalb zugelassener Plätze bleibt verboten und kostet 300 Euro pro Person. Das Übernachten in einem legal geparkten Wohnmobil ist dagegen ausdrücklich erlaubt, seit einer Polizeianordnung vom Juli 2026 auch nachts und ohne zeitliche Begrenzung. Entscheidend ist allein, ob Ihr draußen etwas aufbaut: Markise, Tisch, Stühle, Grill oder Anschlüsse machen aus Parken sofort Campen.

Wer es genau wissen möchte, findet im ausführlichen Beitrag die Fundstellen, die Ausnahmen für Strand und Privatgrund sowie die Regeln zu Maut, Tempolimits und Entsorgung.

Camping in Griechenland: alle Regeln 2026 →
Unsere Tipps zum Freistehen →

Anreise: Landweg oder Fähre

Das ist die erste echte Entscheidung, und sie prägt die ganze Reise. Rund 2.000 Kilometer liegen je nach Wohnort zwischen Euch und Griechenland.

Über den Landweg geht es durch den Balkan. Das kostet Zeit und Nerven an den Grenzen, dafür seht Ihr unterwegs Länder, die selbst eine Reise wert sind, und Ihr seid unabhängig von Fahrplänen. Wir sind diesen Weg gefahren und haben ihn ausführlich aufgeschrieben, einmal als Erfahrungsbericht und einmal als konkrete Strecke.

Mit der Fähre ab Venedig, Ancona, Bari oder Brindisi nach Igoumenitsa oder Patras spart Ihr zwei Fahrtage. Rechnet aber nicht nur den Ticketpreis: Diesel, Maut und zwei Übernachtungen unterwegs gehören auf die andere Seite der Rechnung. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Camping an Bord auf den Adria-Strecken kaum noch angeboten wird. Ihr braucht also meist eine Kabine oder einen Sitzplatz.

Landweg: unsere Erfahrungen →
Landweg: unsere Strecke im Detail →

Wohin in Griechenland?

Peloponnes

Für eine erste Wohnmobilreise nach Griechenland ist der Peloponnes für uns die beste Wahl. Alles liegt nah beieinander, die Wege sind überschaubar, und Ihr bekommt Küste, Berge und Antike in einer Halbinsel. Von Patras aus seid Ihr sofort mittendrin.

Peloponnes mit dem Wohnmobil planen →
Unsere Peloponnes-Rundreise →

Inseln

Insel-Hopping mit dem Wohnmobil ist möglich, aber es will geplant sein. Nicht jede Insel hat einen Campingplatz, und die Fährverbindungen zwischen den Inseln sind nicht immer so praktisch, wie sie auf der Karte aussehen. Wer das unterschätzt, steht abends ohne legale Übernachtungsmöglichkeit da.

Griechenland Insel-Hopping →

Und Kreta?

Kreta ist so umfangreich, dass es bei uns eine eigene Seite bekommen hat. Wenn es Euch dorthin zieht, findet Ihr dort Anreise, Routen, Kosten und Unterkünfte gebündelt.

Zu Franzi liebt Kreta →

Beste Reisezeit

Frühjahr und Herbst, also etwa April bis Juni und September bis November. Im Hochsommer ist es heiß, voll und teuer, im Winter haben viele Campingplätze und Tavernen geschlossen. Wir sind einmal Ende März gestartet, das war rückblickend zwei Wochen zu früh.

Wer Zeit, Budget und Wetter für mehrere Länder gegeneinander abwägen möchte, findet in unserem Reiseplaner eine Übersicht, mit der sich das gut vergleichen lässt.

Europa-Reiseplaner: Zeit, Budget und Wetter →

Packen und Ausrüstung

Griechenland verlangt kein Spezialgepäck, aber ein paar Dinge machen den Unterschied. Wasser ist unterwegs nicht überall zu bekommen, Entsorgungsstationen sind selten, und ebene Stellflächen sind eher die Ausnahme. Unsere komplette Liste für drei Wochen steht im Packlisten-Beitrag.

Packliste für 3 Wochen Wohnmobil-Roadtrip →

Das würde ich beim nächsten Mal genauso machen

Erste und letzte Nacht fest buchen, den Rest offen lassen. Nach zwei Tagen Anfahrt tut ein Platz mit Wasser, Strom und Dusche gut, und vor der Rückreise genauso. Dazwischen ist Griechenland ein Land, in dem sich Pläne meist von selbst ändern, und das ist auch gut so.

Ihr plant gerade und wisst nicht, wo Ihr anfangen sollt?

Schreibt mir. Sagt mir, wie viel Zeit Ihr habt, wie lang Euer Fahrzeug ist und wann Ihr fahren möchtet, dann sage ich Euch ehrlich, ob Landweg oder Fähre besser passt und welche Route ich an Eurer Stelle nehmen würde. Das kostet Euch nichts und mich nur etwas Zeit.

Häufige Fragen

Ist Wildcampen in Griechenland erlaubt?
Nein, freies Campen bleibt verboten. Erlaubt ist das Übernachten in einem legal geparkten Wohnmobil, solange draußen nichts aufgebaut wird.

Landweg oder Fähre, was ist günstiger?
Der Landweg ist beim reinen Ticketpreis günstiger, die Fähre spart zwei Fahrtage samt Diesel, Maut und Übernachtungen. Bei kurzen Reisen gewinnt oft die Fähre.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Unter drei Wochen wird es mit eigener Anreise sportlich. Wer nur zwei Wochen hat, sollte sich auf eine Region beschränken, am besten den Peloponnes.

Gibt es Stellplätze wie in Deutschland?
Kaum. Es gibt Campingplätze, viele davon saisonal, und ansonsten legales Parken. Tavernen erlauben oft eine Nacht auf dem Parkplatz, wenn man dort isst und freundlich fragt.

Mein Fazit

Griechenland mit dem Wohnmobil ist einfacher, als viele denken, und anders, als die meisten erwarten. Man braucht etwas Gelassenheit, ein bisschen Vorbereitung und die Bereitschaft, abends nicht zu wissen, wo man steht. Dafür bekommt man ein Land, das sich nicht ausverkauft anfühlt. Fangt mit dem Regel-Beitrag an, entscheidet dann die Anreise, und den Rest findet Ihr unterwegs.

Viel Freude bei Eurer nächsten Reise, ob mit Wohnmobil, Rad, Flugzeug oder Roadtrip. Hauptsache, Ihr erlebt etwas Schönes und Neues. Eure Franzi

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